Was ist luzides Träumen?

Alles, was du über luzides Träumen wissen musst!

Luzides Träumen einfach erklärt

Was ist luzides Träumen? Unter luziden Träumen versteht man Träume, in denen man sich selbst darüber bewusst ist, dass man träumt. Im nächtlichen Traum (nicht im Tagtraum) merkt man auf einmal, dass man träumt. Diese Erkenntnis kann die komplette Traumrealität auf den Kopf stellen. Dadurch, dass der Träumer weiß, dass er nun in seinem Traum ist, kann er die Kontrolle über die Traumrealität erlangen. Genau diese Fähigkeit macht luzides Träumen bzw. Klarträumen zu einem so aufregenden Thema.

Luzides Träumen/ Klarträumen Definition

Gleich vorab möchte ich sagen, dass ich auf diesem Blog luzides Träumen und Klarträumen als Synonyme verwende. Manche sind vielleicht der Meinung, dass es da Unterschiede gibt, aber das ist gänzlich Auslegungssache und Haarspalterei. Also wundert euch bitte nicht, wenn ich manchmal luzides Träumen und dann wieder Klarträumen schreibe. Ich meine das selbe 😉

Luzides Träumen Definition nach Prof. Dr. Paul Tholey

Einer der führenden Klartraumforschern, der 1998 verstorbene Paul Tholey, definiert Klarträumen wie folgt:

„Klarträume sind solche Träume, in denen man völlige Klarheit darüber besitzt, dass man träumt und nach eigenem Entschluss handeln kann.“

(Tholey, Paul: Klarträume als Gegenstand empirischer Untersuchungen, in: Gestalt Theory, 2, 1980, S. 175 f.)

Mit dieser Definition setzt Paul Tholey zwei Prämissen. Erstens, der Träumer ist sich im Traum über den eigenen Traumzustand bewusst. Zweitens, der Träumer kann in seinem Traum selbstbestimmt handeln.

Die 7 Merkmale eines luziden Traums nach Paul Tholey

In seinen literarischen Veröffentlichungen beschreibt Tholey sogar noch fünf weitere Merkmale, die einen Klartraum ausmachen. Die etwas strenger abgesteckte Definition umfasst zu den oben beschriebenen außerdem noch folgende Merkmale:

  • Klarheit des Bewusstseins (gegensätzlich zum häufig vorkommenden Trübtraum oder Dämmerzustand)
  • Bewusstheit über seine Identität und Umstände im Wachleben und Erinnerung an z.B. Ziele, die man sich im Voraus für den luziden Traum gesetzt hat
  • Funktion der 5 Sinne wie im Wachzustand. Fähigkeit zu sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen wie im Wachleben
  • Klarheit über den Sinn des Traumes
  • Erinnerung an den Traum. Traumgedächtnis ist zuverlässig im Wachzustand abrufbar und das eben Geträumte kann abgerufen werden

So hat ein Klartraum nach Paul Tholey insgesamt sieben Merkmale. Die letzten drei genannten Bedingungen müssen laut seinem Verständnis nicht unbedingt erfüllt sein.
Andere Wissenschaftler wiederum, gebrauchen eine weniger strenge Definition. Es gibt also keine allgemeingültige Definition für luzides Träumen. In diesem Blog nutze ich diese Definition „Klarträume sind solche Träume, in denen man völlige Klarheit darüber besitzt, dass man träumt und nach eigenem Entschluss handeln kann“ und meine damit, wie gesagt, sowohl luzides Träumen, als auch Klarträumen.

Abgrenzung zu anderen Begriffen

Präluzides Träumen

In der Klartraum-Fachliteratur wird von präluzidem Träumen gesprochen. Im präluziden Traum beginnt man die Traumrealität zu hinterfragen, ist jedoch noch nicht ganz vom eigenen Traumzustand überzeugt. Das Logikzentrum im Gehirn ist quasi noch nicht ganz aktiv, so wie es im luziden Traum wäre. Der Träumer bleibt also, falls er den präluziden Zustand nicht überwindet, im Trübtraum. So kommt es, dass kuriose Umstände im Traum zwar kurz hinterfragt werden, aber dann mit irgendwelchen ebenfalls unrealistischen Erklärungen abgetan werden.

Beispiel aus einem meiner präluziden Träume: Ich sitze in einem Tonstudio. Ein Sänger singt gerade eine äußerst schwierige Stelle des Songs ein. Die Aufnahme läuft auf Wiederholung – alle Beteiligten sind kritisch. Freddy Mercury sitzt hinter mir auf einem Sofa und sagt, „Leute, so geht das…“, und singt sich die Seele aus dem Leib. Alle sind begeistert. Warte mal, was macht Freddy Mercury hier? Ist der nicht schon längst gestorben? Ach ne, quatsch, er war schwer krank, hat aber nochmal die Kurve gekratzt und die Medien hatten damals einfach falsch berichtet, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie kann ich nur daran zweifeln, dass ich nicht gerade mit Freddy Mercury im Tonstudio bin? Ein typischer Moment im präluziden Traum ;).

Außerkörperliche Erfahrungen

Der Unterschied zwischen luziden Träumen und außerkörperlichen Erfahrungen (bzw. Astralreisen) liegt darin, dass die AKE nach Angaben von „Astralreisenden“ nicht in der Traumrealität stattfindet, sondern innerhalb eines anderen Bewusstseinszustands in der Wachrealität. Außerkörperliche Erfahrungen sind unzureichend wissenschaftlich erforscht. Bis dato geht man davon aus, dass das Phänomen der außerkörperlichen Erfahrung gleichzusetzen ist mit Autoskopie und dissoziativen Störungen. Einfach gesagt, sollen Astralreisen auf eine verfälschte Wahrnehmung zurückgeführt werden, also eine bloße Illusion des Gehirns und nichts „Außerkörperliches“.

Außerkörperliche Erfahrungen konnten auch schon künstlich unter wissenschaftlichen Bedingungen erzeugt werden. Die beschriebenen Phänomene haben allerdings nichts damit zu tun, wie sie oft in Erfahrungsberichten im Internet geschildert werden. In der AKE-Szene wird eine AKE so erklärt, dass sich der Astralkörper (eine Art feinstofflicher Energiekörper) vom physischen Körper trennt und der Astralreisende sich im Astralkörper durch die Wachrealität (!) bewegen kann. Da dieses Phänomen hochumstritten ist und wissenschaftlich gesehen viele ungeklärte Fragen aufwirft, wird Astralreisen nicht zum Thema dieses Blogs.

Ist luzides Träumen wissenschaftlich erwiesen?

Ja. Auch, wenn es noch einiges zu erforschen gilt, es gibt bereits eine Vielzahl an Forschungsarbeiten und Studien, die zu Klarträumen gemacht wurden. Lies weiter….

Die Anfänge der Traumforschung

Träume waren schon immer ein faszinierendes und fragen-aufwerfendes Thema für Menschen. Schon in der Antike versuchten Gelehrte aus Träumen schlau zu werden. Buddhistische Mönche in Tibet und Yogis in Indien, sowie Schamanen der Naturreligionen dieser Welt beschäftigen sich schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, mit Klarträumen. Das Phänomen ist der Menschheit schon sehr lange bekannt und genauso lange gibt es schon Klarträumer. Diese werden im Übrigen auch Oneironauten genannt (von griechisch Oneiros=Schlaf und Nautes=Seefahrer).

Die Entdeckung des Rapid-Eye-Movement

Während andere Kulturen schon weit fortgeschritten waren in der Klartraumpraxis, wurden Träume in der westlichen Welt erst mit dem Aufkommen von Schlaflaboren erforscht – abgesehen von der Traumdeutung nach Freud, dessen Traumdeutung jedoch nicht als wissenschaftlich fundiert betrachtet werden kann. Hier wurden erstmals die verschiedenen Schlafphasen untersucht und deren Zusammenhang mit Träumen. In den 1950er Jahren wurde die im Tiefschlaf auftretende Bewegung der Augen „entdeckt“, dieser Zustand wird REM-Phase (Rapid-Eye-Movement) genannt.

REM-Schlaf

Die Schlafforscher Aserinsky und Kleitman erforschten diesen Zustand im wohl ersten Schlaflabor seiner Art. Sie gingen davon aus, dass in der REM-Phase intensive Träume auftreten mussten. Ihr Forschungsobjekt war die Relation zwischen Augenbewegungen im Schlaf und der Traumaktivität. Aserinsky und Kleitman fanden heraus, dass 74,1% der Studienteilnehmer sich an Träume aus dem REM-Schlaf erinnerten und nur 17,4% sich an Träume aus dem NREM-Schlaf (Non-Rapid-Eye-Movement) erinnerten. Die Frage kam auf, ob die Augenbewegungen während der REM-Schlafphase dieselben Augenbewegungen im Traum wiederspiegelten, also ein Begutachten der Traumlandschaft. Diese Fragestellung, welche auch Scanning-Hypothese genannt wird, weil der Träumer durch die Augenbewegung seine Umgebung scannt, sollte später noch eine große Rolle in der Klartraumforschung spielen.

Was die Schlafforschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts herausfand, bezieht sich hauptsächlich auf die verschiedenen Schlafphasen, obwohl auch hier noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden kann.

Die 5 Schlafphasen

So kann zwischen fünf verschiedenen Schlafphasen unterschieden werden, die zyklisch auftreten. In einer Nacht durchlaufen wir den Zyklus 4-7 mal abhängig von unserer Schlafdauer und dem Gesundheitszustand.
Das sind die 5 Schlafphasen eines ca. 90-minütigen Schlafzyklus:

  • Phase 1/Einschlafphase
    In dieser Phase gleiten wir in einen oberflächlichen Schlaf. In dieser kurzen Phase gehen wir vom Wachzustand über in den Schlafzustand. Die Gehirnaktivität nimmt ab. Die Muskeln entspannen sich. Typischerweise kommt es in dieser Schlafphase vor, dass die Muskeln noch einmal zusammenzucken und wir denken, dass wir fallen. Das liegt daran, dass die Muskulatur noch nicht ganz auf Schlafmodus eingestellt ist. Diese Schlafphase macht nur 4-5% einer Nacht aus und dauert jeweils nur einige Minuten.
  • Phase 2/Leichtschlafphase
    In der zweiten Schlafphase sind wir noch entspannter. Der Atem wird gleichmäßiger und langsamer, der Körper bewegt sich kaum noch, der Herzschlag verlangsamt sich, die Körpertemperatur nimmt etwas ab. In dieser Phase befindet man sich ca. 40-45% des Schlafes.
  • Phase 3/Leichte Tiefschlafphase
    Der Körper stellt sich weiterhin auf „Schlafmodus“ um. Die Gehirnaktivität nimmt ab. Die Gehirnfrequenz befindet sich nun im Deltawellenbereich. Hier beginnt der Teil des Schlafzyklus mit dem größten physischen Erholungswert.
  • Phase 4/ Tiefschlafphase
    In der Tiefschlafphase schläft man buchstäblich wie ein Stein. In dieser Phase regeneriert sich der Körper am besten. Der Schlaf ist sehr stabil und wir wachen nicht so leicht auf. Die längste Tiefschlafphase tritt im ersten Schlafzyklus auf.
  • REM-Phase (Rapid-Eye-Movement-Phase)
    Die REM-Phase nimmt eine besondere Rolle während des Schlafzyklus ein und bietet uns psychische Regeneration, was mindestens genauso wichtig ist wie die physische Regeneration. Während der REM-Phase treten besonders lebhafte Träume auf. Die Augen bewegen sich unter den geschlossenen Liedern wie als würden wir umhersehen. Der REM-Schlaf mag körperlich nicht „tief“ sein – die Muskelaktivität, Atmung, Herzschlag und Gehirnaktivität ist dem Wachzustand ähnlich – doch „psychisch“ gesehen sind wir während dieser Phase am tiefsten im Traumzustand. Die REM-Phase ist im ersten Zyklus nur ca. 10 Minuten lang, wird aber mit jedem weiteren Zyklus länger und nimmt somit mehr und mehr Zeit von den Tiefschlafphasen.

Der erste wissenschaftliche Beweis für luzides Träumen

Natürlich ist das erste, was du tust, wenn du noch nie einen luziden Traum hattest, zu HINTERFRAGEN. That’s the spirit. Hinterfragen wird dir später noch helfen, viele luzide Träume zu haben. Kurz gesagt, JA, luzides Träumen ist wissenschaftlich erwiesen. Es ist kein Hokuspokus WooWoo, sondern eine ganz normale menschliche Fähigkeit.

Dr. Keith Hearne und Alan Worsley

Der erste wissenschaftliche Beweis unter reproduzierbaren Bedingungen wurde 1975 vom britischen Psychologen Dr. Keith Hearne mit Hilfe des Klarträumers, Alan Worsley, erbracht. Im Experiment sollte Alan Worsley ein Signal durch eine vorab bestimmte Augenbewegung geben (der einzige Körperteil, der während Schlafparalyse in der REM-Phase bewegbar ist) und somit seinen luziden Traumzustand anzeigen. Im Schlaflabor der Liverpool University, wurde also Alan Worsleys Schlafzustand beobachtet.

Er wurde mit empfindlichen Messgeräten verkabelt, um ein EEG, ein EOG und EMG aufzuzeichnen. Ein EEG (=Elektroenzephalografie bzw. Elektroenzephalogramm) misst die elektrische Aktivität anhand der Spannungsschwankungen auf der Kopfoberfläche. Das EOG (=Elektroenzephalogramm) zeigt die Bewegung der Augen auf. Die EMG (=Elektromyografie) misst die elektrische Muskelaktivität. Alle drei Messungen sind wichtig, um die Schlafphasen genau zu bestimmen und einen zuverlässigen Beweis zu liefern, dass der Proband wirklich im Klartraumzustand ist.

In der REM-Phase hat Alan Worsley tatsächlich das vereinbarte Signal gegeben. Dies stellte die erste Kommunikation zwischen einem schlafenden und einem wachen Menschen dar!

Dr. Stephen LaBerge

Auch Stephen LaBerge konnte zu einem späteren Zeitpunkt den Nachweis für luzides Träumen auf gleiche Art und Weise wie sein Kollege Dr. Hearne in seinem Schlaflabor in Kalifornien erbringen. Der amerikanische Psychologe, Unternehmer und Forscher Stephen LaBerge ist neben dem deutschen Klartraumforscher, Paul Tholey der führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Große Berühmtheit erlangte Stephen LaBerge, genau wie Keith Hearne, dadurch, dass er einer der ersten Klartraumforscher war, dem es gelang das Klarträumen durch Augensignale an die „Wachwelt“ wissenschaftlich zu beweisen.

Luzides Träumen in der modernen Forschung

Auch in Deutschland wurde und wird fleißig an der Klartraumthematik geforscht. In Deutschland wurde und wird Klartraumforschung unter anderem am Max Plank Institut für Psychiatrie in München, am Charite Krankenhaus in Berlin und dem Max Plank Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften betrieben.

Der Klartraumzustand als eigenständiger Bewusstseinszustand

Aktuellere Forschungsergebnisse des neurologischen Zentrums der Frankfurter Universitätsklinik, beweisen, dass der Klartraumzustand ein eigenständiger Bewusstseinszustand ist, der vom normalen Traumzustand in der REM-Phase und vom Wachzustand abzugrenzen ist. Es wurden Gehirnfrequenzen im Gamma-Bereich (40Hz) gemessen. Normale Träume laufen im Theta-Bereich ab (4-7Hz) und der Wachzustand liegt im Beta-Bereich (16-31Hz).

Luzides Träumen künstlich auslösen

Weiterhin wird geforscht, wie sich luzide Träume gezielt durch externe Reize auslösen lassen. Die Psychologin (ihr merkt Psychologen sind ziemlich heiß auf das Thema) Dr. Ursula Voss von der Universität Frankfurt erforschte 2009 die Auswirkung von leichten Stromimpulsen auf unsere Traumrealität. Den Probanden wurde im Schlaflabor nach Eintritt in die REM-Phase ein leichter Stromimpuls verpasst. Das Resultat der Studie, an der sich hunderte Studenten beteiligten, zeigte, dass ein Stromimpuls die Chance, luzid zu träumen, tatsächlich erhöht.

Erstes Gadget zum luziden Träumen

Der Klartraumpionier, Dr. Keith Hearne, entwickelte die „dream machine“, ein Gerät, welches den Träumer zu Luzidität durch Lichtsignale von außen führen soll.
Ein ähnliches Gerät wurde von Stephen LaBerge an der Stanford University entwickelt. Das Gerät erkennt durch Augenbewegung, wann sich der Schlafende in der REM-Phase befindet und sendet Impulse von außen durch Lichtreize. Durch diese Reize, die weder zu stark noch zu schwach sein dürfen, soll sich der Träumende daran erinnern, dass er träumt und so einen luziden Traum einleiten.

Aktuelle Forschungsergebnisse der Klartraumforschung zeigen, dass gemessene Aktivitäten in bestimmten Gehirnarealen Rückschlüsse auf den Trauminhalt erlauben. In der Zukunft werden wir wohl im Stande sein, immer genauer zu bestimmten, was der Träumer gerade träumt.

4. Wer kann luzid träumen?

In jedem Menschen steckt die Fähigkeit, luzid zu träumen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du schon einmal luzid geträumt hast, ist sogar relativ hoch. Laut einer Studie von Prof. Michael Schredl und Dr. Daniel Erlacher hatten 51% ihrer repräsentativen Stichprobe schon einmal einen luziden Traum. Vor allem Kinder und junge Menschen träumen des Öfteren luzid. Die Häufigkeit von spontanen luziden Träumen nimmt im Alter ab.

Luzides Träumen und Metakognition

Falls du noch nie einen luziden Traum hattest, lass dir gesagt sein, auch für dich gibt’s Hoffnung. Luzides Träumen ist eine erlernbare Fähigkeit. Manche Menschen tun sich hierbei leichter als andere. Für eine größere Erfolgschance sprechen laut Klartraumforschung bestimmte Charaktereigenschaften. So haben es selbstreflektierte, kreative, achtsame Menschen einfacher einen luziden Traum herbeizuführen. Demnach kommt es vor allem auf die Metakognition an, ob man für luzides Träumen „prädestiniert“ ist oder nicht. Das belegen Forschungsergebnisse des Max Plank Instituts in München.

Luzide Träumer haben einen größeren Präfrontalen Kortex

Was sie außerdem herausgefunden haben, ist, dass Klarträumer einen größeren Präfrontalen Kortex besitzen als Probanden, die nicht luzid träumen. Der Präfrontale Kortex, das Gehirnareal hinter der Stirn, ist für Metakognition zuständig. By the way, laut Wikipedia bezeichnet Metakognition laut Wikipedia

„die Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen (zum Beispiel Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Aufmerksamkeit, Kreativität).“

Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist, dass jeder luzides Träumen lernen kann. Den Beweis für die Erlernbarkeit lieferte unter anderem Stephen LaBerge mit seinem Lucidity Institute. Bei manchen Klartraumschülern geht es einfach etwas schneller als bei anderen.

Was passiert im luziden Traum?

Im luziden Traum realisiert der Träumende, dass er gerade träumt. Er weiß über sein Wachleben Bescheid, erinnert sich an die Vergangenheit und kann volitional, also nach eigenem Willen, agieren und sogar schöpferisch handeln. Manchmal (und sehr häufig bei geübten Klarträumern) kann die Traumwelt extrem lebhaft und realistisch sein. Der Klarträumer kann volle Kontrolle über die Traumrealität übernehmen und damit experimentieren, was alles möglich ist. Der Klarträumer kann im Traum fliegen, durch Wände gehen, Landschaften erschaffen, Gegenstände fliegen lassen, sich selbst teleportieren, die Zeit anhalten, ins Weltall reisen, berühmte Persönlichkeiten treffen und und und.

Was bringt mir luzides Träumen?

Die Vorteile von luziden Träumen werden seit den Anfängen der Klartraumforschung beschrieben. Zu den Vorteilen zählen:

  • Verbesserte Problemlösungskompetenz
  • Erhöhte Kreativität
  • Verbessertes Erinnerungsvermögen
  • Mehr Selbstbewusstsein
  • Weniger bis gar keine Albträume
  • Erholsamerer Schlaf
  • Spaß deines Lebens
  • Tiefere Einsichten
  • Zugang zum Unterbewusstsein
  • Ultimatives Freiheitsgefühl
  • Trainingsmöglichkeit für real-life Fähigkeiten
  • Bewältigung psychischer Belastung
  • Bewältigung von Ängsten und Phobien

Es kommt also ganz darauf an, wie du luzides Träumen nutzt. Du selbst legst die Bedeutung in deine Klarträume und bestimmst letztendlich, was dir luzides Träumen bringt. Die ersten luziden Träume werden gerne zum Spaß haben verwendet und, um zu experimentieren. Das ist natürlich auch gut so, um diesen „neuen“ Bewusstseinszustand kennen zulernen. Jegliche Fantasie kann hier ausgelebt werden.

Birgt luzides Träumen Gefahren?

Nope. Also, es kommt darauf an. Du weißt ja, dass alles im Traum nur eine Illusion ist. Von daher kann dir ja nichts passieren außer, dass du wieder in einen Trübtraum abdriftest und eventuell einen Albtraum hast. So gesehen ist es sogar „sicherer“, einen luziden Traum zu haben als einen normalen Traum. Im luziden Traum werden deine Gedanken gegebenenfalls in Echtzeit in der Traumrealität wiedergespiegelt. Darum kann es passieren, dass auch negative Gedanken einen Einfluss auf die Traumwelt nehmen.

Detaillierte Informationen über die Gefahren von luziden Träumen erfährst du in diesem Blogpost.

Im luziden Traum bleiben

Falls irgendetwas beängstigend erscheint in deinem luziden Traum, liegt das daran, dass du nicht voll luzid bist und zweitens, dass du dabei bist Probleme aus deinem Wachleben zu verarbeiten. Hierbei ist es wichtig die vollkommene Luzidität aufrecht zu erhalten. Ich zeige dir Techniken, wie das funktioniert. Mit voller Klarheit fällt die Angst ab und du kannst entweder durch diese Traumsituation „durchgehen“ oder sie „umschreiben“, um dann wieder einen angenehmen Traumzustand zu erreichen.

Dissoziation

Dissoziation? Immer wieder wird das Argument laut, dass bei Klarträumen die Gefahr besteht, an Realitätsverlust zu leiden. Wer erst einmal luzides Träumen erlebt hat und die Techniken für das luzide Träumen versteht, erkennt, dass luzide Träumer sogar einen besseren Realitätsbezug haben als nicht-luzide Träumer. Wie schon unter Punkt 4 gesagt, luzide Träumer haben eine überdurchschnittlich ausgeprägte Metakognition. Anders gesagt, luzide Träumer sind typischerweise auch dazu im Stande „luzid zu wachen“.

Wie geht es weiter?

Durch diesen Artikel hast du dir das nötige Grundwissen angeeignet, selbst zum Oneironauten zu werden. Wenn du nicht weißt, was ein Oneironaut ist, lese bitte nochmal diesen Absatz. Nun kannst du dir Wissen und Techniken aneignen, die dir helfen, luzid zu träumen. Wenn du möglichst schnell regelmäßig luzid träumen willst, dann empfehle ich dir meinen kostenlosen Kurs, „In 10 Tagen zum luziden Träumer„. Der Kurs ist in 10 Lektionen aufgeteilt. Jeden Tag bekommst du eine einfach verständliche und umsetzbare Lektion per E-Mail. Weitere Informationen zum kostenlosen Kurs findest du hier.